Freitag, 24. März 2017
Die Geschichte der Aramäer n. Chr.

Die meisten Aramäer lebten vor allem im Tur Abdin, im Südosten der Türkei. Dort lebten noch Anfang der 1970er Jahre rund 80 000 (!!!) Aramäer. Sehr viele von ihnen sind aus politischen und religiösen Gründen aus ihren Heimatländern geflohen. Sei fanden Zuflucht rund um den Globus.


Zwei Völker, die Türken und Kurden, führen seit mehr als 20 Jahren einen blutigen Kampf um das Gebiet der Aramäer.

Durch den Krieg zwischen Kurden und dem Türkischen Militär sind die meisten der aramäischen Dörfer entweder von Kurden besetzt oder von dem Türkischen Militär zerstört worden. In den übrigen Landesteilen gewinnen die wiedererstarkten fundamentalistischen Moslems immer mehr an Einfluss und versuchen eine Staatsform zu errichten, die keinen Platz für christliche Minderheiten kennt.

Durch Verfolgungen, Ermordungen, staatliche Unterdrückung und durch regelmäßige Übergriffe der benachbarten fanatischen Moslems kam es zu einer Auswanderungswelle aus dem Kerngebiet der Aramäer. Dies führte dazu, dass nahezu alle Aramäer in der Türkei ihre Heimat verlassen haben. Rund 2 000 Aramäer, vor allem ältere Menschen, leben heute noch im Tur Abdin.



Ein großer Teil der Aramäer hat auf der Flucht vor Verfolgungen in den westlichen europäischen Ländern eine neue Heimat gefunden. Etwas über 150 000 Aramäer leben heute in Europa, davon rund 90 000 in der Bundesrepublik Deutschland. Im Kreis Gütersloh leben knapp 3 000 Aramäer.

Für sie gibt es kein Zurück mehr in die Heimat. Alle Brücken sind hinter ihnen abgebrochen worden.